Dienste und Hilfen  

Kuren - geeignete Therapien für kranke Mütter und Kinder


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Vermittlungsstellen gibt es in

Eichstätt
Herrieden
Ingolstadt
Neumarkt
Nürnberg-Süd
Roth
Weißenburg


Mütter und Väter sind durch ihre vielfachen Belastungen in Familie, Beruf, durch Betreuung sowie Pflege Angehöriger und anderes oft überfordert. Das kann zu schweren gesundheitlichen und seelischen Schäden führen. Kuren ermöglichen diesen Müttern und Vätern eine ganzheitliche Therapie. Wenn ein Arzt die Notwendigkeit attestiert, ist eine Kur eine Pflichtleistung der Krankenkasse. Betroffene haben also dann einen Anspruch auf eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. (So wird eine Kur im Fachjargon bezeichnet.) Die Kreisstellen des Caritasverbandes Eichstätt beraten, helfen beim Antrag und vermitteln

  • Mütterkuren,
  • Mutter-Kind-Kuren,
  • Vater-Kindkuren und
  • Kinderkuren.

Die Beraterinnen klären auch ab, mit welcher Maßnahme und in welcher Einrichtung voraussichtlich am besten geholfen werden kann. Die Betreuung kann übrigens auch nach der Kur fortgesetzt werden. Dann kann das in der Kur Gelernte im Alltag umgesetzt werden.  Dafür vermittelt die Caritas weiterführende Hilfen: zum Beispiel Erziehungs-, Familien- und Lebensberatung oder allgemeine Sozialberatung. 

Mütterkuren und Mutter-Kind-Kuren

 
Mütterkuren

Bewegungsübungen im Schwimmbad
Kuren ermöglichen eine umfassende Therapie.
Foto: Caritasverband Eichstätt

In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, dass Mütter sich für einige Wochen von der Familie lösen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Mutter dazu bereit ist, die Kurzeit ohne Partner und Kinder zu verbringen. Außerdem muss die Versorgung der Familie sichergestellt sein.

Mutter-Kind-Kuren

Diese Kuren verbringen Mutter und Kind zusammen. In ihnen wird neben der medizinischen Versorgung auch versucht, Störungen in den Beziehungen - falls vorhanden - aufzuarbeiten. Zur Entlastung der Mütter werden die Kinder zu festen Zeiten in Kindergruppen betreut. Gleiches gilt für Vater-Kind-Kuren.

Ob Mütterkur, Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur: Die Kuren in Einrichtungen des Müttergenesungswerkes, die von der Caritas vermittelt werden, beruhen auf einem ganzheitlichen Konzept. In drei Wochen erfahren Mütter oder Väter intensive Behandlungen. Diese helfen ihnen bei psychischen, sozialen und körperlichen Problemen. Jede Person wird in ihrer persönlichen Lebenssituation ernst genommen. Ferner werden Strategien zur Bewältigung des Alltags vermittelt. Diese können die Mütter zu Hause weiterführen. Jede Kur setzt sich zusammen aus:

  • ärztlicher und medikamentöser Behandlung,
  • Physiotherapie,
  • psychosozialer Therapie,
  • Entspannung,
  • Ernährungstherapie,
  • Sport und Bewegung sowie
  • Beratung und Start weiterführender Maßnahmen und Nachsorge.   

Einige Kurhäuser bieten sogenannte Schwerpunktkuren an: zum Beispiel bei Trauer, Verlust und Trennung, Betreuung von pflegebedürftigen oder psychisch kranken Angehörigen. In diesen Kuren setzen sich Betroffene mit ihren besonders schwierigen Lebenssituationen auseinander. 

In den Mutter-Kind-Kurhäusern ist die Betreuung der Kinder ein wichtiges Anliegen. Sie werden immer in altersentsprechenden Gruppen und von Fachpersonal betreut. 

Kinderkuren


Chronische und psychosomatische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen nehmen in ihrer Häufigkeit und ihrem Schweregrad zu. Immer öfter kommt es zu allergischen oder verhaltens- und umweltabhängigen Erkrankungen. Kinderkuren wollen grundsätzlich

  • zur Gesundheitsförderung und -erziehung beitragen,
  • die Bedingungen für eine gesunde Lebensführung bewusst machen und
  • diese einüben.

Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen ergänzen dabei medizinische Leistungen. Zudem werden Regelunterricht oder schulische Unterrichtshilfen anhand des Lehrmaterials der Heimatschule durch staatlich geprüfte Lehrer angeboten. Somit finden sich die Kinder erfahrungsgemäß nach der Kur wieder ohne Probleme im schulischen Alltag zurecht. Kinderkuren können auch als "Kind-Mutter-Kuren" angeboten werden. Anlass und Mittelpunkt dieser Maßnahme ist das gesundheitlich gefährdete oder bereits beeinträchtigte Kind. Die Mutter ist in diesem Fall nur Begleitperson.