Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 12.10.2020

Caritas bedauert Corona-Ausbruch in Seniorenheim

Betrieb in St. Josef Nürnberg dank Solidarität anderer Einrichtungen sichergestellt

„Wir bedauern sehr, dass es trotz strengen Befolgens aller Regeln zu dem Corona-Ausbruch gekommen ist. Wir tun alles, um schnellstmöglich wieder Normalität in unser Haus zu bringen.“ Mit diesen Worten hat der Direktor des Diözesan-Caritasverbandes Eichstätt, Alfred Frank, auf die Vorkommnisse im Caritas-Seniorenheim St. Josef in Nürnberg-Langwasser reagiert, das zu dem Verband gehört. Nach Mitteilung von Einrichtungsleiter Philip Hausleider sind in dem Haus aktuell 19 Bewohner und 12 Mitarbeitende positiv auf das Covid 19-Virus getestet worden. Fünf infizierte Bewohner befinden sich laut Hausleider im Krankenhaus.

Hausleider hatte unmittelbar nach Bekanntwerden des ersten positiven Falles die Angehörigen der betroffenen Bewohner informiert und erhöhte Schutzmaßnahmen veranlasst: Alle Mitarbeitenden tragen seitdem die besonders effektiven FFP-2-Masken, die medizinisch zertifiziert sind. Nach enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt stehen die oberen fünf Stockwerke von acht unter Quarantäne. Die nicht infizierten Bewohnerinnen und Bewohner der unteren Stockwerke sind angehalten, ihre Zimmer nicht zu verlassen. Nach Mitteilung des Einrichtungsleiters befolgen dies die Betroffenen auch.

Am morgigen Dienstag beginnt in dem Pflegeheim eine zweite Reihentestung. Die für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche Hedwig Kenkel hofft, „dass der Höhepunkt überschritten ist und die Ergebnisse einen Rückgang der Infektionen zeigen“. Die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, betont Kenkel . Um Engpässe zu vermeiden, habe man Mitarbeitende aus anderen Caritaseinrichtungen für einen Einsatz in St. Josef gewinnen können. „Für diese Solidarität bin ich sehr dankbar“, so die Abteilungsleiterin. Für Philip Hausleider zeigt der Fall in dem Seniorenheim grundsätzlich: „Mit dem Virus ist nicht zu spaßen. Es kann jeden treffen.“ Für die Einrichtung gilt vorerst weiterhin ein Besuchsverbot.     

 

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