Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 11.11.2019

Stabwechsel beim Caritaspräses

Bischof betont kirchlichen Charakter der Einrichtungen

Franz Mattes geht, Alfred Rottler kommt: Bei einer Feier im Kinderdorf Marienstein wurde im Beisein von Bischof Gregor Maria Hanke der Stabwechsel im Amt des Caritaspräses offiziell vollzogen. Dabei zeichnete Caritasdirektor Alfred Frank den scheidenden Präses mit dem goldenen Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes aus. Frank und der Vorsitzende des Caritasrates, Dr. Josef Schmidramsl, würdigten das Wirken des letzten geistlichen Caritasdirektors und ersten Caritaspräses in der Geschichte des Caritasverbandes Eichstätt. Mattes habe in seinen sieben Caritasjahren „immer das Ganze und immer den Menschen“ im Auge gehabt, so Schmidramsl. „Ohne Liebe ist alles nichts“ – im Sinne dieses Leitspruchs zum 100-jährigen Jubiläum habe er den Diözesanverband geführt. Mattes selbst blickte in seinen Abschiedsworten positiv zurück: „Es war eine spannende und bereichernde Zeit mit vielen wertvollen Begegnungen, und ich scheide in gutem und frohem Sinne aus.“

 

Zuvor hatte der Bischof bei seiner Predigt im Gottesdienst Mattes als Wegbereiter eines stärker geistlich-seelsorglich ausgerichteten Profils des „Caritaspfarrers“ bezeichnet. Nahezu programmatisch skizzierte der Bischof seine Vision von Einrichtungen der Caritas: als Räume praktizierten diakonischen Handelns sollten sie „Knotenpunkte im Netzwerk der Flächenpastoral“ sein. Die Einrichtungen als erkennbare „Kirchorte“ zu profilieren sei eine der Hauptaufgaben des neuen Caritaspräses Alfred Rottler. Dieser bringe aus seiner vorherigen Tätigkeit im Seelsorgeamt dafür die besten Voraussetzungen mit, so der Bischof.

 

Bei seiner ersten offiziellen Rede im neuen Amt als Präses versicherte Dompropst Rottler, seine „Feldkenntnis“ auch in der Caritas fruchtbar werden zu lassen. So wolle er sich dafür einsetzen, dass Caritas und Pastoral künftig stärker miteinander kooperierten. Er wisse, dass er in große Fußstapfen trete und sagte im Blick auf seine neue Tätigkeit, die er gerne übernommen habe: „Ich werde oft ein Lernender sein, aber auch ein Gebender.“