Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 12.09.2018

"Kniffelige Aufgabe" als "tolle Herausforderung"

Umbau von Caritas-Seniorenheim als Bereicherung für die ganze Stadt gesehen

Für die umfassenden Um- und Erweiterungsbauten des Caritas-Seniorenheimes St. Elisabeth Eichstätt haben die Verantwortlichen heute den ersten Spatenstich vorgenommen. Caritasdirektor Franz Mattes segnete das Grundstück vor dem bestehenden Pflegeheim, auf dem jetzt der Neubau für „Wohnen mit Service“, eine Begegnungsstätte und das Gebäude für Verwaltung, Küche und Speisesaal sowie ein Wandelgang errichtet werden. Dabei waren auch einige Bewohnerinnen und Bewohner aus der Einrichtung sowie deren Angehörige.

Einrichtungsleiter Benedikt Sedlmeier brachte bei dem Treffen seine Erleichterung darüber zum Ausdruck, dass es über die bisherigen Abrissarbeiten und den damit verbundenen Lärm „keine nennenswerten Beschwerden gegeben hat“. Der zukünftigen Senioreneinrichtung blicke er mit Freude entgegen. Besonders gespannt sei er auf den „neuen Wandelgang, der mir persönlich auf dem Papier schon sehr gut gefällt“. Die für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche Abteilungsleiterin, Hedwig Kenkel, hob vor allem die Bedeutung des künftigen „Wohnens mit Service“ mit zwölf Einheiten und der Begegnungsstätte hervor. Die Mieter fänden dort Wohnungen auf dem technisch neuesten Stand vor: Neben Barrierefreiheit erwähnte Kenkel Türsprechanlagen mit Video und automatische Herdabschaltung. Auf Wunsch könnten sie sich weitere technische Hilfen hinzubuchen, etwa automatisierte Lichtsteuerung. Darüber hinaus werden sie die Möglichkeit haben, bei Bedarf zum Beispiel Reinigungs-, Wäsche- und Hausmeisterdienste in Anspruch zu nehmen. Die geplante Begegnungsstätte soll die Geselligkeit unter den Mietern fördern, aber auch anderen Gruppen zur Verfügung stehen. Kenkel kündigte an, für Angebote einen Sozialraummanager zu engagieren. So könne die Einrichtung das Stadtleben in Eichstätt insgesamt bereichern.

Oberbürgermeister Andreas Steppberger bezeichnete den heutigen Spatenstich für das Caritas-Bauprojekt denn auch als „einen Startschuss, der die Infrastruktur in der Stadt verbessern wird“. Vor allem komme dem Projekt aufgrund der demographischen Entwicklung zu immer mehr alten Menschen eine hohe Bedeutung zu. In dieser sieht der Oberbürgermeister eine beispiellose Herausforderung, vor der niemand im Sinne der Würde alter Menschen die Augen verschließen dürfe. „Denn daran, wie eine Gesellschaft mit ihren alten Menschen umgeht, zeigt sich ihre Humanität“, so Steppberger.

Der Münchner Architekt Thomas Neumann, der die  Regie für den Rohbau innehat, bezeichnete das Bauprojekt als „kniffelige Aufgabe“, aber dadurch auch als „tolle Herausforderung“. Kniffelig sei die Aufgabe aus drei Gründen: Erstens müsse sie während des laufenden Betriebs der Einrichtung gemeistert werden. Zweitens stelle das Gelände mit dem Abhang einen Schwierigkeitsgrad dar. Und drittens werde eine architektonische Leistung erwartet, die sich an jener des früheren bekannten Eichstätter Diözesanbaumeisters Karljosef Schattner orientiert. Unter dessen Regie war in den Sechzigerjahren das bestehende Pflegeheim geplant und gebaut worden.

Caritasdirektor Franz Mattes erbat den Segen insbesondere dafür, dass die künftigen Bauarbeiten unfallfrei über die Bühne gehen. Mitarbeiterinnen des Caritas-Seniorenheimes sprachen auf dem Baugelände zudem in Fürbitten aus, dass sich die Mitarbeitenden, Bewohner und Mieter in der künftigen Senioreneinrichtung wohlfühlen mögen.

Den ersten Spatenstich für den umfassenden Umbau des Caritas-Seniorenheimes Eichstätt haben nun Verantwortliche aus dem Caritasverband, der Stadt Eichstätt und dem Baugewerbe vorgenommen. Foto: Caritas/Esser

 

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