Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 03.09.2018

Kuren für pflegende Angehörige

Caritas macht zum bundesweiten Aktionstag auf Beratungschance aufmerksam

Kuren vermittelt der Caritasverband Eichstätt nicht nur Müttern und Vätern, sondern auch Menschen, die ihre Familienmitglieder selbst pflegen. Darauf weist der Verband anlässlich des bundesweiten Aktionstages der pflegenden Angehörigen am kommenden Samstag, 8. September hin. Auch sie können die zuständigen Beraterinnen der Caritas-Kreisstellen im Bistum an Kliniken des Müttergenesungswerkes vermitteln.

„Leider wissen nur wenige, dass pflegende Angehörige einen Anspruch auf eine stationäre Reha haben, wenn dies medizinisch notwendig ist“, bedauert Birgit Pflüger, die beim Diözesan-Caritasverband die Arbeit für die Kurberatung an den Kreisstellen koordiniert. „Dabei gibt es diese Möglichkeit bereits, seitdem das Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (PNG) Ende 2012 in Kraft trat.“ Die Chance auf eine Kur für pflegende Angehörige ist Pflüger zufolge eine logische Konsequenz der gesellschaftlichen Entwicklung: „Immer mehr Menschen pflegen ihre Angehörigen in den eigenen vier Wänden. Inzwischen werden mehr als zwei Drittel der bald drei Millionen Pflegebedürftigen zu Hause versorgt, davon sehr viele allein durch Familienmitglieder. Und für einen Großteil dieser ist die Pflege psychisch wie physisch äußerst belastend.“ Kurmaßnahmen im Müttergenesungswerk, so die Caritas-Mitarbeiterin, könnten Pflegende wieder stärken und dabei helfen, ihre Gesundheit langfristig zu erhalten. Ein Therapieplan werde individuell festgelegt. Eine Kur dauere in der Regel drei Wochen, informiert sie.

Der Caritasverband Eichstätt unterstützt und berät Mütter, Väter und pflegende Angehörige in seinen neun Außenstellen in Eichstätt, Herrieden , Ingolstadt, Neumarkt, Nürnberg, Roth, Schwabach, Weißenburg und Wemding : Diese helfen bei der Beantragung einer Kur und allen damit verbundenen Fragen. Die Kosten für die Kur übernehmen – bis auf einen gesetzlichen Eigenanteil – die Krankenkassen. Für sozial bedürftige Menschen suchen die Caritasberaterinnen zudem weitere finanzielle Unterstützung, zum Beispiel bei Stiftungen, damit deren Eigenanteil und Fahrtkosten übernommen werden können.

Weitere Informationen gibt es unter www.muettergenesungswerk.de , über die Online-Beratung   der Caritas www.beratung-caritas.de   oder bei den Caritas-Kreisstellen im Bistum Eichstätt. Diese sind im Internet unter www.caritas-kreisstellen.de dargestellt. Auch Birgit Pflüger hilft gerne weiter: Telefon 0 84 21 / 50 962, E-Mail: birgit.pflueger@caritas-eichstaett.de   

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