Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 27.07.2018

Wohnproblematik, Integration und Pflege fordern Caritas

Jahresbericht 2017 des Diözesanverbandes erschienen / Finanzlage stabil

Die gesellschaftlichen Problematiken Wohnen, Integration und Pflege fordern zum Großteil die Verantwortlichen und Mitarbeitenden der Caritas im Bistum Eichstätt. Das geht aus dem Jahresbericht 2017 des Diözesan-Caritasverbandes hervor. Auf über 40 Seiten ist die Arbeit des vergangenen Jahres in den 37 eigenen Einrichtungen ebenso beschrieben wie die der Caritas-Fachverbände und der Caritasstiftung Eichstätt.

Das Problem mangelnden sozialen Wohnraums – das die Caritas in ganz Deutschland heuer in ihrer Jahreskampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ thematisiert – wird in mehreren Beiträgen des Jahresberichtes aufgegriffen: Die Caritas-Wohnheime und Werkstätten in Ingolstadt beugen mit einer Fachstelle „Mein Wohnraum“ Wohnungsverlusten vor, engagieren sich aber auch mit anderen in Gesprächen und Planungen für das Anliegen „Wohnen für alle“. Wie schwer es gerade für sozial benachteiligte Menschen ist, Wohnungen zu finden, wird in Artikeln über Menschen mit Behinderung ebenso deutlich wie über zugewanderte Menschen oder vom Caritas-Fachverband Sozialdienst katholischer Frauen betreute Klientinnen.

Erfolge auf dem Weg zur Inklusion von Menschen mit Behinderung weist das Caritas-Zentrum St. Vinzenz in Ingolstadt mit dem Start einer zweiten Partnerklasse seiner Förderschule mit der Schule an der Lessingstraße – jetzt mit deren Mittelschule – sowie der Eröffnung eines Integrationskindergartens auf. Es wird aber auch berichtet, wie schwer es gewesen ist, Asylbewerberkindern mit Handicap zu helfen: Deren Betreuung ist dem Bericht zufolge oft zunächst ohne rechtsgültigen Bescheid erfolgt, da die Einrichtung den Kindern die Leistung nicht verwehren wollte. Auch im Beitrag über die Asyl- und Migrationsberatung wird darauf hingewiesen, wie Mitarbeitende intensiv daran arbeiteten, in vielen Einzelfällen „eine humane Situation zu schaffen“. Die 20 Caritas-Seniorenheime haben Unsicherheiten mit der  Pflegereform erlebt: Laut dem Jahresbericht musste dort zunächst stetig Personal abgebaut werden, bevor der Personalschlüssel Ende 2017 wieder angehoben werden konnte. Als neue besondere Problematik wird zudem eine hohe Nachfrage nach  nur wenig vorhandenen Kurzzeitplätzen herausgestellt.

Die finanzielle Situation des Caritasverbandes ist nach dem Jahresbericht stabil und ausgeglichen: Die nach den Vorschriften des Handelsrechts aufgestellte Bilanz weist einen Jahresumsatz von knapp 112 Millionen Euro mit einem Jahresüberschuss von 285.000 Euro aus. Vor allem tarifliche Personalkostenkostensteigerungen, aber auch die Instandhaltung von Betriebsgebäuden führten zu hohen Aufwendungen. Doch langfristige Finanzanlagen – wenngleich nach restriktiven internen Vorgaben – erbrachten laut dem Rechnungsbericht weiterhin gute Ergebnisse. Der Jahresbericht kann kostenfrei bestellt werden beim Caritasverband Eichstätt, Residenzplatz 14, 85072 Eichstätt, Telefon: 08421 50901, E-Mail: zentrale@caritas-eichstaett.de . Er steht außerdem als Download unter www.caritas-eichstaett.de zur Verfügung.

Weitere Infos zu diesen Themen: