Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 29.09.2017

Für besseres Sehen

Präventionsprogramm mit Infoveranstaltung im Seniorenheim Neumarkt

Bis ins hohe Alter Zeitung lesen, sich sicher fortbewegen, aktiv sein – wie können Bewohner einer Pflegeeinrichtung möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben? Eine Grundvoraussetzung dafür ist, gut sehen zu können. Das Caritas-Seniorenheim St. Johannes   nimmt deshalb am ersten kassenübergreifenden Präventionsprogramm in Bayern teil, das das Bewusstsein für die Bedeutung von gutem Sehen schärfen soll. Am kommenden Donnerstag, 5. Oktober um 16 Uhr sind alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung in dem Seniorenheim in der Ringstraße 55 eingeladen.

Wie wichtig gutes Sehen für nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens ist, wird meistens erst bei einer Abnahme des Sehvermögens im Alter deutlich: Lesen und Schreiben werden trotz Brille mühsam, die Gefahr von Stürzen steigt. Selbst das Essen und die Körperhygiene können zu einer Herausforderung werden.

Um auf die besonderen Bedürfnisse sehbeeinträchtigter Bewohner aufmerksam zu machen und Hindernisse in deren Alltag abzubauen, ist ein Team vom Blindeninstitut Würzburg vom 04.10.2017 – 06.10.2017 zu Gast im Caritas-Seniorenheim St. Johannes .

Mittels Selbsterfahrung, Fortbildung und Beratung sollen Leitungskräfte und Beschäftigte mit den nötigen Kenntnissen ausgestattet werden, um für die Herausforderungen einer zunehmenden Anzahl blinder und sehbehinderter Pflegebedürftiger gewappnet zu sein. Bei sehauffälligen Bewohnern führt das Präventionsteam eine orthoptische Sehüberprüfung durch und berät sie im Hinblick auf Hilfsmittel, Beleuchtung und Rehabilitationsmaßnahmen.

Ziel: „sehgerechte“ Einrichtung werden

Ziel des Präventionsprogramms ist es, in den teilnehmenden Pflegeeinrichtungen die richtigen Impulse zu setzen, damit sich diese zu „sehgerechten“ Einrichtungen weiterentwickeln. Auch die Vernetzung mit Augenärzten, Augenoptikern, Fachdiensten im Bereich Sehen und Selbsthilfegruppen für blinde und sehbehinderte Menschen soll verbessert werden, um eine nachhaltige Versorgung der Bewohner zu gewährleisten.

Das Angebot richtet sich nicht nur an die Bewohner und die Beschäftigten der Pflegeeinrichtung. Zu der Informationsveranstaltung am Donnerstag sind auch die Angehörigen und weitere Interessierte eingeladen. Wie wirken sich altersbedingte Augenerkrankungen im Alltag aus? Welche Hilfsmittel und Rehabilitationsangebote gibt es, wenn die Lesebrille nicht mehr ausreicht? Diese und weitere Fragen rund um das Sehen beantwortet das Präventionsteam vom Blindeninstitut Würzburg. Der Eintritt ist frei.

Die Teilnahme am Präventionsprogramm ist für vollstationäre Pflegeeinrichtungen kostenfrei und wird finanziert von den beteiligten Pflegekassen der AOK Bayern, des BKK Landesverbandes Bayern, der IKK classic, der Knappschaft, der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau – SVLFG als Landwirtschaftliche Pflegekasse und der Kaufmännischen Krankenkasse KKH.

Weitere Informationen   gibt es im Internet   unter www.blindeninstitut.de/gutes-sehen .

 

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