Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 14.07.2017

50 Jahre Caritas-Seniorenheim St. Magdalena Greding

Neben Pflege hat im Haus auch der Umweltschutz eine hohe Bedeutung

Ein halbes Jahrhundert besteht das Caritas-Seniorenheim St. Magdalena Greding, das dieses Jubiläum am Samstag, 22. Juli feiert. Die Bevölkerung ist an diesem Tag ab 14.30 Uhr zum Sommerfest mit der Stadtkapelle in der Einrichtung in der Kraftsbucher Straße 4 eingeladen.

1966 hatte der Caritasverband für die Diözese Eichstätt die Trägerschaft von den Mallersdorfer Schwestern übernommen. Diese waren bereits seit 1860 in der Alten- und Krankenpflege in Greding tätig. Am 19. Mai 1967 legte der frühere Caritasdirektor Jakob Weidendorfer für das neue Haus den Grundstein. Im Jahr darauf zogen die damaligen Bewohnerinnen und Bewohner vom früheren Altbau in der heutigen Grabkirche in das neue Gebäude um. Heute bietet das Seniorenheim 91 Menschen in 71 Einzel- und zehn Doppelzimmern Platz. Fast alle Bewohnerinnen und Bewohner sind pflegebedürftig, viele demenzkrank. Die Einrichtung bietet auch eine Tagespflege an: Dort können alte Menschen, die zu Hause gepflegt werden, am Programm teilnehmen. Zudem gibt es einen „offenen Mittagstisch“, an dem Seniorinnen und Senioren von außerhalb mit den in der Einrichtung lebenden Menschen essen und sich austauschen können.  

1985 war das Haus durch einen Anbau erweitert worden. Seinerzeit wurden in den Zimmern Nasszellen mit WC eingebaut, auf den drei Ebenen jeweils eine Stationsküche, ein Stationszimmer und ein Pflegebad geschaffen. Die Ordensschwestern erhielten einen eigenen Wohnbereich. In den Jahren 2004 und 2005 wurden neue Wohnungen im sanierten Nebengebäude sowie ein Therapie- und Gemeinschaftsbereich und ein Verabschiedungsraum für verstorbene Bewohnerinnen und Bewohner eingerichtet. Diese Erweiterung ermöglicht es der Caritaseinrichtung seitdem, ein integratives Konzept zur Betreuung von vor allem demenzkranken Menschen umzusetzen. Durch Singen, Erzählen, selbst Mahlzeiten zubereiten und andere Aktivitäten erfahren diese Menschen dort Abwechslung und mehr Lebensqualität als zuvor. Neben der Pflege fühlt sich das Haus auch der Schöpfung verpflichtet. 2011 hatte es mit dem Bau des ersten Erdgas-Blockheizkraftwerkes im Caritasverband eine Vorreiterrolle übernommen. Dadurch kann sich die Einrichtung weitgehend selbst mit Strom versorgen, die Energiekosten zudem durch die Einspeisung eines Teils ins öffentliche Stromnetz senken sowie auch einen Großteil seines Heizungsverbrauchs durch die als Nebeneffekt abgegebene Wärme decken. Für sein ökologisches Engagement hat die Einrichtung auch das kirchliche Umweltsiegel „Grüner Gockel“ erhalten.

Insgesamt sind im Seniorenheim rund 90 Mitarbeitende in Pflege, Hauswirtschaft und Verwaltung – überwiegend in Teilzeit – tätig. Seit 2010 ist mit Andrea Steinhilber „ein Gredinger Kind“ – wie es Bürgermeister Manfred Preischl formulierte – Einrichtungsleiterin. Etwa 35 Ehrenamtliche engagieren sich: vom Besuchsdienst über Seniorenausflüge und -Gymnastik bis hin zur Blumenpflege und zu Musik bei zahlreichen Veranstaltungen.

 

Das Caritas-Seniorenheim in Greding feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Foto: Caritas/Esser

 

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