Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 09.05.2017

"Ich freue mich, dass es heute losgeht"

Erster Spatenstich für Neubau des Caritas-Seniorenzentrums Abenberg vorgenommen

Der erste Spatenstich für einen Neubau ist gestern auf dem Gelände des Caritas-Seniorenzentrums Abenberg vorgenommen worden. Dafür schaufelten Verantwortliche der Caritas, Stadt Abenberg und der beauftragten Firmen für den Bau symbolisch die Erde auf dem  Grund des abgerissenen Ostflügels und Festsaals um. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende der Einrichtung verfolgten dies dort sowie aus dem noch bestehenden hinteren Teil des Gebäudes. Dieser soll nach dem Umzug der derzeit 60 im Haus lebenden Bewohner in den Neubau abgerissen werden. Dem verantwortlichen Nürnberger Architekten Michael Röder zufolge ist der Umzug Ende 2018 vorgesehen.

Mehrzweckraum im Eingangsbereich

„Vom eigentlichen Seniorenzentrum bleibt nur die Kapelle erhalten“, informierte die für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche Abteilungsleiterin, Hedwig Kenkel. Denjenigen, die dem alten abgerissenen Festsaal nachtrauern, versprach sie, dass ein neuer Mehrzweckraum mit Café geschaffen werde: „zwar nicht so groß, aber als gutes Angebot direkt im Eingangsbereich“. Das künftige Leben in mehreren Hausgemeinschaften werde den Seniorinnen und Senioren neue Möglichkeiten eröffnen, sich aktiv zu beteiligen, vor allem im Essbereich.

Nach Mitteilung Kenkels kostet der Neubau rund 9,2 Millionen Euro, wovon der Caritasverband Eichstätt den Großteil selbst aufbringen werde. Sie dankte den Abenberger Schwestern für deren Beteiligung mit 3 Millionen Euro und der Deutschen Fernsehlotterie , welche die auch im neuen Seniorenzentrum geplante Tagespflege mit 135.000 Euro bezuschusst. Sie bedauerte allerdings, „dass weder die Stadt noch der Landkreis sich in der Lage gesehen haben, das Projekt zu unterstützen“. Eine kommunale Förderung wäre im Sinne einer „Sorgekultur“ für ältere Menschen wünschenswert, erklärte die Caritas-Abteilungsleiterin. Der Abenberger Bürgermeister Werner Bäuerlein verwies auf die Verschuldung der Stadt. Er sagte aber zu, „dass man sich für die Errichtung des Cafébereiches nochmals über Finanzielles austauschen kann“. Bäuerlein dankte sowohl den Abenberger Schwestern als auch dem Caritasverband – der die Einrichtung Anfang 2015 übernommen hatte – für ihre Arbeit zum Wohl der Seniorinnen und Senioren.

Kapelle rückt in den Vordergrund

Architekt Röder versprach, die „anspruchsvolle Aufgabe“ im Team „in respektvollem Umgang mit diesem besonderen und sehr alten Ort“ anzugehen. Ein Zeichen dafür sei, dass mit der Umgestaltung die Kapelle in den Vordergrund rücke, während der Neubau bewusst im Hintergrund angesiedelt werde. Er verwies zudem darauf, dass der Neubau nicht nur alten- und behindertengerecht errichtet werde, sondern auch die Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger begünstigen solle. Durch die vorgesehene Anordnung von jeweils zwei Wohngruppen pro Etage könnten Arbeitsabläufe bei der Versorgung optimiert werden und werde es gerade auch bei der Nachtversorgung kurze Wege für die Mitarbeitenden geben. „Ich freue mich, dass es heute losgeht“, sagte Röder. Caritasdirektor Franz Mattes wünschte dem Vorhaben „unfallfreies Bauen“ und segnete den Baugrund sowie die Menschen, die im Caritas-Seniorenzentrum leben und arbeiten.

 

 

Caritasdirektor Franz Mattes segnete im Beisein des Abenberger Ruhestandsgeistlichen Klaus-Dieter Geuer den Baugrund, während Verantwortliche für den Bau den ersten Spatenstich vornahmen. Dies taten Architekt Michael Röder, Einrichtungsleiterin Ursula Reichmann, die Regionaloberin der Abenberger Schwestern, Schwester M. Renate Schleer, der Geschäftsführer der beauftragten Ulsenheimer Baugesellschaft, Bernd Muser, Caritas-Bauprojektleiter Martin Ganser, die für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche ‚Abteilungsleiterin, Hedwig Kenkel, Caritas-Pflegefachreferentin Eva-Maria Schork und Abenbergs Bürgermeister Werner Bäuerlein (von links). Foto: Caritas/Esser

 

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