Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 28.09.2016

Bau für altersgerechtes Wohnen am "idealen Standort" gestartet

Erster Spatenstich für neue Projekte der Caritas in Herrieden vorgenommen

„Heute ist es so weit“, freute sich Robert Bengel, Leiter des Caritas-Seniorenheimes St. Marien Herrieden, gestern auf dem Vogteiplatz des Ortes. „Wir beginnen, eine Lücke mit neuen Angeboten zu schließen, über die wir uns schon viele Jahre Gedanken gemacht haben.“ Zum ersten Spatenstich für den Neubau für eine Tagespflege und „Wohnen mit Service“ des Caritasverbandes für die Diözese Eichstätt kamen verschiedene Verantwortliche des Bauprojektes zusammen. Caritasdirektor Franz Mattes segnete zudem das Grundstück für den nun startenden Bau. Der Caritasdirektor betete insbesondere „für die Bauleute, die hier nun arbeiten werden sowie für alle, die in diesem Haus einmal leben und frohe Stunden erleben mögen“. Das Konzept für die entstehenden neuen Angebote kommentierte Mattes salopp mit den Worten: „Man merkt, es geht hier einfach um die alten Leute.“

Den ersten Spatenstich für „Wohnen mit Service“ und eine neue Tagespflege in Herrieden nahmen Kaplan Ulrich Schnalzger, die Architekten Michael Ruppert und Franz-Josef Jechnerer, Herriedens zweiter Bürgermeister Manfred Niederauer, Caritasdirektor Franz Mattes, die für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche Abteilungsleiterin, Hedwig Kenkel, Bauunternehmer Heinrich Geßler, Caritas-Bauberater Martin Ganser sowie vom Caritas-Seniorenheim Pflegedienstleiterin Nadja Fetsch und Leiter Robert Bengel (von links) vor. Fotos: Peter Esser

Wie das „Wohnen mit Service“ und die Tagespflege Menschen im Alter zugutekommen werden, erläuterte die für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche Abteilungsleiterin, Hedwig Kenkel. Die Ausstattung der geplanten zwölf Zwei-Zimmerwohnungen erfülle modernste Vorgaben. Dazu gehörten zum Beispiel Türsprechanlagen mit Videokamera, einbruchssichere Fenster und Elektroherde, die sich selbst abschalten. Der Eigenart des „Wohnen mit Service“ werde man vor allem dadurch gerecht, dass sich die Mieter auf Wunsch Dienste wie Wäschepflege, Reinigung oder Mahlzeiten durch das direkt benachbarte Seniorenheim oder Pflegeleistungen durch die Katholische-Evangelische Sozialstation Bechhofen „dazubuchen“ können. Eine Begegnungsstätte, in der auch Kaffee angeboten werden kann, könne Mietern aber auch Seniorengruppen und Ehrenamtlichen als Treffpunkt dienen. Die Tagespflege im selben Haus, aber mit separatem Eingang solle auf zwölf bis 15 Plätzen dazu beitragen, dass alte und pflegebedürftige Menschen tagsüber sinnvoll betreut – und gleichzeitig deren Angehörige entlastet werden. Die Lage der neuen Angebote in direkter Nachbarschaft zum Seniorenheim, dem Stadtschloss Herrieden, der Stiftsbasilika sowie zahlreicher Geschäfte bezeichnete Hedwig Kenkel als „Sahnestück“. Die neuen sozialen Angebote könnten dazu beitragen, dass „eine liebenswürdige Stadt“ auch für alte Menschen zunehmend eine „lebenswerte Stadt“ werde.

Der beauftragte Herriedener Architekt Franz-Josef Jechnerer meinte: „Der heutige Tag ist ein Meilenstein.“ Es habe in mehrjähriger Planung zahlreiche Gespräche und Abstimmungsrunden gegeben, bei denen Entwürfe vorgelegt, angepasst und wieder überarbeitet worden seien. „Gut Ding braucht eben lange Weile“, so der Architekt. Jechnerer geht von einer Bauzeit von 15 Monaten aus. „Es freut uns sehr, dass diese Baumaßnahme durchgeführt wird“, sagte Herriedens zweiter Bürgermeister Manfred Niederauer. Der ganze Stadtrat habe sich für dieses Projekt engagiert. „Das Thema altersgerechtes Wohnen ist schließlich ein Megathema“, begründete Niederauer. Er dankte dem Caritasverband, „dass Sie bereit sind, hier zu investieren“ und insbesondere Seniorenheimleiter Robert Bengel, „dass Sie dieses Projekt mit viel Energie vorangetrieben haben“. Auch Niederauer bezeichnete die Lage des Projektes als „idealen Standort“, wünschte viel Erfolg für den Bauverlauf und, dass dann „das Haus mit Leben erfüllt wird“.

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt betragen laut dem Caritasverband rund 4,2 Millionen Euro: davon 3,1 Millionen für „Wohnen mit Service“ und knapp 1,1 Millionen für die Tagespflege. Die Deutsche Fernsehlotterie bezuschusst die Tagespflege mit 300.000 Euro und die Stadt Herrieden stellt einen etwa ebenso hohen Betrag für das Gesamtprojekt als zinsloses Darlehen zur Verfügung. Nach eigenen Angaben übernimmt der Caritasverband selbst mit gut dreieinhalb Millionen Euro den Löwenanteil und steuert die Diözese Eichstätt weitere 67.000 Euro zu.

Caritasdirektor Franz Mattes segnete das Grundstück im Beisein der Verantwortlichen für den Neubau.

 

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